Wildpferde auf Sardinien

Wildpferde auf dem Hochplateau von Gesturi auf Sardinien

Die Wildpferde Sardiniens – die Cavallini della Giara –  haben den Ort Gesturi und das Plateau weit über Sardinien hinaus bekannt gemacht. Schon seit frühesten Zeiten lebten Herden dieser Rasse auf Sardinien. Aller Wahrscheinlichkeit wurden sie zwischen dem 9. und 8. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern eingeführt und auf der ganzen Insel ausgewildert. Durch die mit den Jahren fortschreitende Urbarmachung und Inbesitznahme der Länder wurden die Wildpferde auf die Hochebene Giari di Gesturi im Süden der Insel zurückgedrängt. Heute leben dort etwa 500 – 800 Tiere.

Die Wildpferde mit buschiger Mähne und Schweif sind ca. 120 – 140 cm groß und leben in kleinen Familienverbänden. Hauptsächlich sind es Rappen, Dunkelbraune und Braune.
Sich selbst überlassen müssen sie mit der Witterung und der Nahrung, die das Plateau bietet zurechtkommen. Nur in extremen Fällen (z.B. Dürre) werden die Pferde mit Wasser versorgt bzw. zusammengetrieben und zwecks Bestandsregulierung eingefangen. Sie werden als Reit-, Zug- oder Lastenpferd, aber auch als Fleischlieferant verwendet.

Die XXV Comunità Montana della Giara vertritt seit 1996 die Interessen der Wildpferde. Ihr oberstes Ziel ist die Arterhaltung der Cavallini della Giara und die damit verbundenen Aktivitäten, die den Bestand der Herde fördern und langfristig in ihrer Existenz sichern.
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